— Welcome, I'm Lori
About me
Hey, ich bin Anja!
Und Bevor ich dir alles erzähle, lass mich kurz sagen, wie ich ticke.
Ich fang jetzt nicht mit „Schon immer wollte ich …“ an.
Ehrlich gesagt: So klar war bei mir lange gar nichts. Ich erzähl dir lieber, wie ich hier gelandet bin.
Über Umwege.
Über einen ziemlich vollen Alltag. Und über meinen Körper, der sich Schritt für Schritt verändert hat.
Und über dieses leise Gefühl, das man gern wegschiebt – dass das, was bisher funktioniert hat, irgendwann nicht mehr ganz gepasst hat.
30 Stunden Job, Kinder, Alltag – und ich dachte ernsthaft, das sei nachhaltig.
Eigentlich begann alles mit meinem Job. Den mochte ich wirklich gern.
Aber er war intensiv. Viel unterwegs. Viel Organisation. 30 Stunden Arbeit, Kinder, Alltag – und das Gefühl, ständig zu funktionieren. Mein Körper hat da schon länger leise mitgeredet. Unregelmäßiger Zyklus. Essen nebenbei.
Und Kleider statt Hosen – nicht aus Stilgründen, sondern weil man sich darin nichts erklären muss. Vor allem nichts, was zwickt.
Ich wusste: Gerade ist nicht auch noch Platz für „jetzt mach ich alles richtig“. Ich war einfach müde.
Ein Satz. Ein Wochenende. Und die Entscheidung
war gefallen.
Der eigentliche Wendepunkt kam mit einem Satz. Es waren Sommerferien. Ich hatte genehmigten Urlaub und alles war vorbereitet. Und dann saß ich im ersten Meeting und es kam sinngemäß: Es könnte ja Fragen geben, warum du am 1.8. nicht da warst.
Ich erinnere mich noch genau, wie mir das den Hals hochgekrochen ist. Nicht, weil etwas schiefgelaufen war – sondern weil niemand gefragt hat, warum. Spätestens da wusste ich: So will ich nicht weiterarbeiten. Ich bin an diesem Tag nach Hause gefahren, habe geweint und gleichzeitig war da diese Klarheit: Ich gehe.
Ich dachte, ich bin einfach gestresst.
Turns out: nicht nur.
Ich bin bewusst rausgegangen – in die Arbeitslosigkeit. Es war kurz vor Weihnachten und ganz ehrlich? Ich war erleichtert.
Da war Zeit. Da war Ruhe. Und Plätzchen backen ohne Termindruck. In diese Phase fiel auch die Diagnose beim Frauenarzt:
Wechseljahre. Mit 41. Beiläufig gesagt. Ohne viel Erklärung.
Ich habe das erstmal weg gelächelt. Rückblickend würde ich sagen: (m)ein Klassiker.
Erst später wurde mir klar, wie viel mir damals gefehlt hat: Einordnen. Verstehen.
Und das Gefühl, mit all dem nicht allein zu sein.
Warum es nie nur um Kleidung ging.
Wirklich nie.
In dieser Zeit kam eine Frage wieder hoch: Wenn Geld keine Rolle spielt – was würdest du tun? Meine Antwort kam sofort: Irgendetwas im Beauty-Bereich.
Als junges Mädchen wollte ich Friseurin werden. Von Herzen. Und ja – ich bin mir ziemlich sicher, ich wäre eine richtig Gute geworden. Über Umwege bin ich bei der Farb- und Stilberatung gelandet. Eigentlich für mich. Weil ich mich trotz Veränderung wieder erkennen wollte. Und dann habe ich gemerkt: Das ist viel mehr als Kleidung. Es geht um Haltung. Um Selbstvertrauen.
Und darum, sich jetzt wohlzufühlen – nicht erst irgendwann. Heute arbeite ich genau so: alltagsnah, ehrlich und ohne jemandem etwas aufzudrücken. Ich glaube nicht mehr an höher, schneller, weiter. Sondern daran, dass Veränderung leichter wird, wenn wir hinschauen – mit einem Augenzwinkern und in unserem eigenen Tempo.